CDU-VEREINIGUNG
SENIOREN-UNION STUTTGART
 
CDU SENIOREN-UNION STUTTGART

Glaube und Wissenschaft

Es war keine leichte Kost, doch Professor Dr. Uwe Schumacher behandelte das Thema "Glaube und Wissenschaft" so verständlich und vielseitig, dass die Senioren gut folgen konnten. Vom ägyptischen Pharao Echnaton, der den Sonnengott Re anbetete, über das Weltsystem des Kopernikus bis hin zum astronomischen schwarzen Loch umspannte der Referent seine Ausführungen. Generell sucht die Wissenschaft nach Fakten, der Glaube ist aber nicht beweisbar. Und doch stoßen Wissenschaftler immer wieder auf die letzten Fragen. Bahnbrechende Erkenntnisse schufen Galileo Galilei, Isaak Newton, Gottfried Leibniz, Albert Einstein oder Werner Heisenberg. In ihren Forschungsergebnissen stießen Sie jedoch an Grenzen und wurden mit der Gottesfrage konfrontiert. Mit viel Beifall bedankten sich die Teilnehmer bei Professor Dr. Uwe Schumacher.

Im Rahmen der Veranstaltung fand eine außerordentliche Mitgliederversammlung statt. Bei dieser wählten die Mitglieder Hans Peter Maier für den verstorbenen Dr. Diether Walz zum stellvertretenden Vorsitzenden. Als Beiräte wurden Dr. Wolfgang Henning, Werner Schmückle und Theresa Wieland in den Vorstand gewählt.

Gerhard Bötcher

 

Geldausgeben mit Bedacht

Mit einem launigen Vortrag "Warum man beim Geld nicht immer rational" ist, erinnerte Thomas Rohr vom Beratungsdienst der Sparkassenfinanzgruppe daran, dass das Gefühl beim Einkauf oft sehr wesentlich ist. Beim Einkauf ein Schnäppchen zu bekommen, ist sicherlich ein schönes Gefühl. Doch ist der Käufer unter Umständen auf einen Trick hereingefallen oder steht der Preis nicht im richtigen Verhältnis zur Ware. Gefühlsentscheidungen treffen statt sich von klaren Überlegungen bestimmen zu lassen, sind hinterher oft ärgerlich. Der Referent sprach von "Nudging" = sich schubsen lassen. Er meinte damit, sich eine Strategie zuzulegen, die die Gefühlsentscheidung nicht ablehnt, doch das Denken nicht außer Acht lässt. Mit herzlichen Worten und viel Beifall bedankte sich Frau Prof. Dr. Loos bei Thomas Rohr für den munteren Vortrag.

Nach Beendigung der Veranstaltung interviewte ein Journalist vom RTL-Fernsehen verschiedene Senioren/innen. Dabei ging es um die Frage, wie die Entscheidung von Frau Merkel zu beurteilen sei, Frau Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer als neue CDU-Generalsekretärin zu ernennen.

Gerhard Bötcher

 

Die starke "Frau Käthe"

Bischof Gerhard Fürst zeichnete Therese Wieland aus

frauen in den Bundestag, in die Landtage und in den Aufsichtsräten großer Firmen fordert Politik und Gesellschaft. Starke Frauen, die sich als Ministerin, als Managerin oder als Professorin auszeichnen sind qualifizierte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. "Frau Käthe", sie lebte vor etwa 500 Jahren, war so eine starke Frau. Über sie berichtete die frühere leitende Mitarbeiterin bei der katholischen Diözese Rottenburg-Stuttgart, Ordinariatsrätin Frau Therese Wieland: Flucht aus dem Kloster, sie stellte selber ihren Heiratsantrag, hatte sechs Kinder und behauptete sich erfolgreich in der damaligen Männergesellschaft. Es ist Katharina von Bora, die Frau an Luthers Seite. Nach heutigen Vorstellungen war sie die Leiterin eines mittelständigen Betriebes und versorgte Kinder, Gäste, Dienstboten, einen landwirtschaftlichen Betrieb und ein Brauhaus. Sie gilt als die berühmteste Pfarrfrau der Welt. Luther bezeichnete sie als "mein Herr Käthe". Leid und Not blieben ihr jedoch nicht erspart. Luthers Testament zu ihren Gunsten wurde nicht anerkannt. Auch für die eigenen Kinder wurde ein fremder Vormund bestellt. Sie floh aus Wittenberg vor dem Schmalkaldischen Krieg im Jahre 1546 und nach Rückkehr nochmals vor der ausgebrochenen Pest 1552 nach Torgau. Noch im gleichen Jahr verstarb sie und wurde mit einem großen Begräbnis in der Torgauer Stadtkirche geehrt. Als Frau an Luthers Seite mit kämpferischem Durchsetzungsvermögen war sie wahrlich eine starke Frau und auch ein Vorbild für die heutige Zeit.

 

Frau Therese Wieland wurde im Namen von Papst Franziskus von Bischof Gebhard Fürst als "Dame des Silvesterordens" ausgezeichnet. Sie war die bundesweit erste Frau im Leitungsgremium einer Diözese und leitete das Referat Erwachsenenpastoral und Erwachsenenbildung. Sie ist Ehrenvorsitzende des Sozialdienstes katholischer Frauen e.V. Stuttgart und auch Mitglied der Senioren-Union Stuttgart.

Foto Diözese Rottenburg-Stuttgart / Jochen Wiedemann

Gerhard Bötcher

 

 

Weihnachtsfeier mit Ehrungen

Prof. Dr. Dorit Loos mit Edith u. Bernhard Hartmann
Prof. Dr. Dorit Loos, Rolf Klinge, Therese Wieland, Klaus Rudolf, Ernst-Georg Bungs

Bei einer Weihnachtsfeier der SeniorenUnion darf eine künstlerische Darbietung nicht fehlen. Auf dem Programm standen deutsche und internationale Advents- und Weihnachtslieder. Mit Lust und Fröhlichkeit trugen das Künstlerehepaar Edith und Bernhard Hartmann im schönsten melodischen Klang die Lieder vor und stimmten auf das kommende Weihnachtsfest ein. Mit viel Beifall und herzlichem Dank bedankten sich die Teilnehmer für die wunderbare Vorführung.

 

Eine Mitgliedschaft in der SeniorenUnion ist ab dem sechzigsten Lebensjahr möglich. Doch in der Regel treten Männer und Frauen erst im späteren Alter ein. Die Ehrung für eine 15- und 18-jährige Mitgliedschaft ist daher etwas Besonderes. Frau Professor Dr. Dorit Loos bedankte sich deshalb besonders herzlich bei den langjährigen Mitgliedern Frau Therese Wieland, Herrn Ernst-Georg Bungs, Herrn Klaus Rudolf und Herrn Rolf Klinge. Die Arbeit der Senioren ist eine wichtige Aufgabe. Wir sind daher stolz auf alle Mitglieder, die sich in unterschiedlicher Weise einbringen.

Gerhard Bötcher

 

 

 

Professor Dr. Ralf Lohmann zu geriatrischerDemenz

Prof. Dr. Dorit Loss und Prof. Dr. Ralf Lohmann

Im Ronald Reagen, Margaret Thatscher, Herbert Wehner und viele weitere Persönlichkeiten litten unter der Demenz.

Fernsehen und in der Presse wird auf den bekannten Fußballmanager Rudolph Assauer hingewiesen, der auch von Demenz betroffen ist. In Deutschland wird die aktuelle Anzahl der Demenzkranken auf ca. 1,2 Millionen geschätzt. Diese Zahl soll sich bis zum Jahr 2030 mindestens verdoppeln. Professor Dr. Ralf Lohmann, Leiter des geriatrischen Zentrums Stuttgart GZS beschrieb diese Krankheit und wies auf die möglichen Maßnahmen dagegen hin. Die Geriatrie ist nicht Krankheits - sondern Kranken orientiert und untersucht die körperlichen Funktionen des Patienten unter Einbezug von Angehörigen, Ärzten und ambulanten Diensten. Bei geriatrischen Patienten treten erhöhte Komplikationsraten sowie kognitive Einschränkungen wie Delirium und Demenz auf. Demenz ist keine eigenständige Krankheit sondern vielmehr ein Syndrom: Störung vieler höherer kortikaler Funktionen einschließlich Gedächtnis, Denken, Orientierung, Lernfähigkeit, Sprache oder eingeschränktes Urteilsvermögen . Die Alzheimerdemenz tritt neben der vaskulären und parkinsonschen Demenz am häufigsten auf. Ziel der Therapie ist der Erhalt möglichst vieler Körperfunktionen . Nichtmedikamentöse Prävention, wie richtige Ernährung für Körper und Gehirn, in Bewegung bleiben und soziale Aktivitäten pflegen, sind dabei besonders wichtig. Professor Dr. Ralf Lohmann sensibilisierte eine Krankheit, von der wir vielleicht selber einmal betroffen sind. Frau Professor Dr. Dorit Loos bedankte sich ganz herzlich für den informativen Vortrag.

Gerhard Bötcher

 

Bürgermeister Dr. Fabian Mayer zu städischen Maßnahmen der Kultur und Digitalisierug

Der älteste Teilnehmer, der 96-jährige Dr. Stech zusammen mit Bürgermeister Dr. Fabian Mayer und Erika Deringer und Prof. Dr. Dorit Loos
Die stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Diether Walz und Siegfried König an den Seiten von Bürgermeister Dr. Fabian Mayer und Prof. Dr. Dorit Loosa

Stadträtin und Vorsitzende der Senioren-Union Prof. Dr. Dorit Loos begrüßte herzlich ihren früheren Kollegen und jetzigen Bürgermeister Dr. Fabian Mayer. Sein Amt, das Dr. Mayer vor einem Jahr übernommen hat, ist zuständig für die allgemeine städtische Verwaltung bis hin zu den Personalfragen von 19 000 Mitarbeitern ,für die Kultur und der digitalen Weiterentwicklung unserer Landeshauptstadt. Ihm ist dabei eine dezentrale Verwaltung mit bürgerfreundlichen Bezirksrathäusern besonders wichtig. Eine gute Arbeit der städtischen Mitarbeiter vor Ort sei auch effektiver. Die "Kulturstadt Stuttgart", die in vielen Bereichen deutschlandweit eine Spitzenstellung ein nimmt, weiter voranzutreiben, ist dem Bürgermeister ein besonderes Anliegen. Bei den laufenden Maßnahmen wie das neue Wilhelmspalais, die Canko-Balettschule, das nunmehr städtische Haus Villa Berg, der Ausbau des Hegelhaues sowie die Weiterentwicklung der kulturellen Einrichtungen am Pragsattel ließe in der Intensität der Gedanken an eine „Gründerzeit“ denken. Die Digitalisierung habe eine intensive Priorität. Es gäbe für Stuttgart bisher keine übergeordnete Strategie. Um dem künftigen Wandel gerecht zu werden, sei dies aber unbedingt erforderlich. In der anschließenden Diskussion wurde nach einer Interimslösung für das Opernhaus gefragt. In der engeren Auswahl stehen zurzeit: Überbauung des Eckensees im unteren Schlossgarten, das Gelände an der Ehrmannstraße (früheres Postabfertigungsgelände) am Rande des neu zu bebauenden Rosensteinviertels, ein Grundstück in der Nähe des Daimlermuseums. Der Referent bevorzugt dagegen ein als Parkplatz genutztes Grundstück bei den Finanzämtern am Rotebühlplatz. Das Grundstück gehört allerdings dem Land Baden-Württemberg, das das Anwesen nicht hergeben möchte. Ein weiteres Thema der Diskussion war die überzogene Digitalisierung. Es geht nicht an, dass diese einseitig zu Lasten der älteren Bewohner Stuttgarts geht. Angesprochen wurden dabei u. a. die persönlichen Schwierigkeiten durch den Wegfall von Bankfilialen sowie der oft komplizierte Umgang mit aufgestellten Automaten. Die Teilnehmer der gut besuchten Veranstaltung bedankten sich mit regem Applaus für den informellen Bericht des Bürgermeisters Dr. Fabian Mayer.

Gerhard Bötcher

 

 

Ausflug in die "Welt der Kristalle"

Der CDU-Seniorenausflug mit 28 Teilnehmern ging diesmal nach Rottweil, der ältesten Stadt Baden-Württembergs. Im nahe gelegenen Dietingen bewunderten wir im Kristallmuseum die weltweit wohl größte und schönste Amethystdruse - 4,08 m hoch, 100 Millionenjahre alt -, Riesenkristalle, 220 Millionen Jahre alte versteinerte Baumstämme, und weitere einzigartige Versteinerungen wie Saurierskelette. Ganz nach dem Museums-Motto "Naturwunder entdecken, Vergangenheit erforschen" wurden uns die Augen geöffnet für die Schätze der kristallinen Welt. Die Stadtführung in Rottweil zeigte uns wieder einmal, welch schöne Städte Württemberg doch hat.

Gerhard Böcher

Bild: Edelgard Grieger

 

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